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"Wohnen im Alter" - barrierefreies und komfortables Wohnen

Das Thema "Wohnen im Alter" ist eines der zentralen Themen zukunftsorientierter Alten- und Wohnungspolitik. Es gilt die Rahmenbedingungen für ein selbständiges Leben im Alter zu verbessern. Insbesondere für ältere Menschen steht Wohnen im Mittelpunkt der alltäglichen Lebenserfahrung.

Grundsätze dabei sind:

  • Orientierung am Wunsch, in der gewohnten Umgebung zu leben
  • Vorhandene Mobilitätsbereitschaft unterstützen
  • Den Bau und den Umbau von Wohnungen nicht am gegenwärtigen vorhandenen Bedarf orientieren, sondern an den sich abzeichnenden demografischen Veränderungen
  • Wohnungen müssen an die sich verändernden Bedürfnisse im Lebenszyklus angepasst werden.
  • Bestehende Wohnungen sind schneller an altenspezifische Bedürfnisse anzupassen.

Die Umgestaltung der Wohnungsbestände erfolgt in unterschiedlichen Handlungsfeldern:

Individuelle Wohnungsanpassung

Mit kleinen bautechnischen Veränderungen werden bestehende Wohnungen an die Bedürfnisse der Bewohner angepasst, mit dem Ziel, den selbständigen Haushalt in dieser Wohnung zu erhalten. Unverzichtbar bei der individuellen Wohnungsanpassung ist die Wohnberatung mit qualifizierter Beratung und praktischer Unterstützung.

Anpassungsmaßnahmen im Zuge der Gebäudemodernisierung

Nur in seltenen Fällen werden mit der umfassenden Sanierung eines Wohngebäudes gleichzeitig Anpassungsmaßnahmen für ältere Mieter vorgenommen, obwohl der Kostenmehraufwand dabei verhältnismäßig gering ist. Hier sind die Eigentümer gefordert, sich langjährige Mieter zu sichern.

Wohnwertverbesserung im Wohnungsbestand und im Wohnumfeld

Besonders in Wohnsiedlungen mit größeren Wohnungsbeständen in der Hand eines Eigentümers sind integrierte Konzepte zur Verbesserung des Wohnungsangebotes, des Wohnumfeldes und des Angebotes mit sozialen Diensten erfolgversprechend.

Wohnumfeld

Den Wunsch nach einer Wohnung entsprechend Ihren Bedürfnisse nach Komfort und Geborgenheit haben nicht nur Senioren. Optimal ist, wenn dazu auch das Wohnumfeld das zu "Hause" ergänzt.

Das Wohnumfeld soll soziale Kontakte der Bewohner ermöglichen. Das ist für ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen, insbesondere für Rollstuhlbenutzer, ganz besonders wichtig.
In der DIN 18024, "Barrierefreies Bauen" Teil 1 werden Anforderungen an eine rollstuhlgerechte Gestaltung des Außenraumes aufgezeigt, wie

  • Fußwege ohne Stufen und erschütterungsarm gestalten
  • ausreichende Begegnungsfläche auf Gehwegen vorsehen
  • barrierefreie Zugänge zu Gebäuden schaffen
  • Bedienungseinrichtungen, wie Lichtschalter, Türdrücker u.a. im Greifbereich der Rollstuhlbenutzer anordnen. Die Standardhöhe beträgt 85 cm.

Die Lage der Wohnung spielt bei Entscheidung zum Umzug in ein anderes Wohngebiet eine nicht geringe Rolle. So sollten Grün- und Erholungsanlagen in Wohnungsnähe sein. Wohnfolgeeinrichtungen, wie Einkaufszentren, Arztpraxen, Apotheken usw., muss man zu Fuß erreichen können. Ganz wichtig ist auch eine gute Verkehrsanbindung.